BASE BoulevardAward – Warum der Boulevard-Journalismus Stars & Smartphones braucht?!
Man liebt sie, man hasst sie, man kann nicht immer mit ihnen, aber auch nie ohne sie. Die Rede ist von den Prominenten und ihrem symbiotischen Verhältnis, das zwischen ihnen und den Journalisten besteht.
Die Promis und die Presse
Der Marktwert eines prominenten Zeitgenossen hängt von seiner Sichtbarkeit in den einschlägigen People-Magazinen und der Tagespresse ab. Die Faustregel ist einfach: Je öfter du abgedruckt wirst, desto besser bist bzw. kommst du ins Geschäft. Dies gilt natürlich auch für die Online-Präsenz. Und so treffen sich Journalist und Promi auch gerne mal in der Web 2.0-Welt. Hier posten die VIPs via Facebook, Twitter oder über den eigenen Blog, was sie gerade machen, ob sie in einer Beziehung sind oder sie nehmen „persönlich“ Stellung zu den jüngsten Skandalen.Oftmals sind solche Mitteilungen, die in die Weiten des Internets gesendet werden, gezielte und wohlüberlegte Statements. Ashton Kutcher, Demi Moore und Britney Spears twittern täglich und so landet der eine oder andere Post auch mal in den Print-Medien. Gelegentlich werden diese Einträge sogar von TV-Boulevard Magazinen aufgenommen und medial verwertet.
Das Internet ist heute der rote Teppich
In der heutigen Zeit findet der Boulevard-Journalist also nicht „nur“ seine Story auf den roten Teppichen dieser Welt oder auf den Veranstaltungsparketts der wichtigen Partys – nein, er wird auch in der WEB 2.0-Welt fündig. Dieses Recherchefeld ist mittlerweile keine Kür mehr, sondern Pflicht.Das wissen auch die für den BASE BoulevardAward nominierten Journalisten und Boulevard-Publikationen. Sie stöbern sich durch die Blogs und Facebook-Accounts der Promi-Welt und finden vielleicht hin – und wieder Infos, die auch mal ungewollt ins Netz gegangen sind.
Hintergrund zum BASE BoulevardAward
BASE vergibt im Rahmen der Veranstaltung „Movie meets Media“ am 3. Dezember 2010 im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg erstmalig den BASE BoulevardAward! Der Preis soll Journalisten und Publikationen auszeichnen, die für ihre Leser über die neuesten Geschichten aus der Welt der Stars und Sternchen berichten.Eine Besonderheit dieser Wahl ist die Zusammensetzung der Jury. Zu dieser zählen einerseits Prominente, andererseits aber auch die Leser der Magazine und Zeitungen selbst.
Unter folgendem Link gelangen Sie zum virtuellen Wahllokal:
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Der Job des Boulevard-Journalisten erscheint auf den ersten Blick sehr glamourös: Sie werden zu den wichtigsten Veranstaltungen eingeladen, kennen die Promis und sind am roten Teppich gern gesehene Gäste. Was der Leser jedoch nicht sieht, ist der Stress, der hinter den Artikeln und Fotos steckt. Langes Warten, immer auf der Suche nach der Top-Story, Spätschichten, Stress und Überstunden gehören zum Alltag eines jeden Boulevard-Journalisten.
Es ist Zeit, die Journalisten ins Rampenlicht zu rücken
Dabei bleiben die Boulevard-Journalisten selbst stets im Hintergrund, schließlich sind die Stars und Sternchen Objekt der Begierde. Wir finden, dass es an der Zeit ist, diese Journalisten jetzt auch mal ins Rampenlicht zu rücken! Im Rahmen der Veranstaltung „Movie meets Media“ wird am 3.Dezember 2010 im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg erstmals der „BASE BoulevardAward“ verliehen:
Geehrt wird in zwei Kategorien:
- Beste/r Boulevard–Kolumnist/in Deutschlands
- Beste Boulevard-Publikation Deutschlands
(Tagespresse und wöchentliche Magazine)Die Jury sind Sie!
Die Jury ist unbestechlich und sehr kritisch, denn es sind auf der einen Seite die Prominenten selbst und auf der anderen Seite die Leser, die die Entscheidung treffen.Jeder kann mitmachen und pro Kategorie seine Stimme abgeben.
Hier geht es zur Abstimmung: http://blog.base.de/base_boulevard_award_abstimmung/
Vielen Älteren wird es vielleicht gar nicht auffallen: Der Jugendsender MTV verschwindet bald aus dem frei empfangbaren Fernsehen. Der Kanal wird ab kommenden Jahr nur noch als Abosender betrieben. von Lutz Knappmann, Berlin
Der Musikkanal MTV schaltet auf Bezahlfernsehen um. Vom kommenden Januar an wird das Programm ausschließlich als Abosender auf digitalen Kabel-, Satelliten- und Breitbandplattformen zu empfangen sein, sagte Dan Ligtvoet, Deutschland- und Nordeuropachef von MTV Networks, der FTD. Die Verbreitung im frei empfangbaren Fernsehen wird eingestellt. Im Gegenzug wird der Schwestersender Viva zum zentralen Musik- und Entertainmentkanal im Free-TV umgebaut – und soll dort künftig erfolgreiche Formate aller Sender des Netzwerks ausstrahlen. “Viva wird damit auch ein frei zugängliches Schaufenster zu unserer Programmwelt”, sagte Ligtvoet.
MTV Networks, Teil des US-Medienkonzerns Viacom , ist der erste TV-Anbieter in Deutschland, der einen seiner etablierten Sender vom werbefinanzierten Geschäftsmodell in ein Bezahlangebot umwandelt. “Wir erreichen dadurch künftig eine besser ausbalancierte Verteilung der Erlöse. Ich erwarte mir davon mehr Wachstum”, sagte Ligtvoet.
Alle größeren Fernsehunternehmen bemühen sich, ihre Abhängigkeit von Werbeerlösen zu verringern. Die Zahl digitaler und mobiler Verbreitungsplattformen wächst. “Unsere Strategie ist, Inhalte überall dort anzubieten, wo die Nutzer sie sehen wollen”, skizzierte Ligtvoet den Branchentrend. Die Angebotsvielfalt lässt sich auf Dauer kaum ausschließlich aus der stark konjunkturabhängigen Werbung finanzieren. Zusätzliche Erlösquellen müssen her – die Sender setzen zunehmend auf Abogebühren.
So betreibt etwa die RTL Group in Deutschland bereits seit einigen Jahren drei digitale Abosender – zusätzlich zum bestehenden Angebot. Konzernchef Gerhard Zeiler will mittelfristig die Hälfte der Umsätze aus nicht werbeabhängigen Quellen erwirtschaften. Ebenso argumentiert Pro-Sieben-Sat-1 -Chef Thomas Ebeling , der den Aufbau zusätzlicher digitaler Abospartensender angekündigt hat.
Ein bestehendes Free-TV-Programm in ein Bezahlangebot umzuwandeln, hat bislang aber noch kein größerer Anbieter gewagt. Zusätzlich startet MTV den reinen Musiksender MTV brand new, ebenfalls als Bezahlangebot. Mit mehreren Kabelanbietern und der Pay-TV-Plattform Sky hat sich MTV bereits auf die Einspeisung ins Digitalbouquet geeinigt. Mit Breitband- und Mobilfunkanbietern wie Telekom, Alice und Vodafone laufen nach FTD-Informationen derzeit noch Gespräche.
Dass das fortwährende Siechtum des Pay-TV-Konzerns Sky belegt, wie schwierig der deutsche Markt mit seinem großen Free-TV-Angebot für Bezahlmodelle ist, ficht TV-Manager Ligtvoet nicht an. “In den kommenden fünf bis zehn Jahren wird die Pay-TV-Landschaft in Deutschland stark wachsen”, so der MTV-Deutschlandchef. “Infrastrukturanbieter, etwa die Kabelnetzbetreiber, wollen wachsen – auch mit den Inhalten, die sie anbieten. Sie werden den Ausbau des Pay-TV-Angebots vorantreiben.” MTV Networks betreibt mit MTV Rocks, VH 1 oder Nicktoons bereits eine Reihe digitaler Abokanäle. Die Umsätze aus diesem Geschäft haben sich nach Senderangaben in den vergangenen drei Jahren verdreifacht.
Mit dem Wechsel von MTV ins Pay TV geht Ligtvoet bewusst das Risiko ein, Marktanteile einzubüßen. Im Free TV kommen Viva und MTV derzeit auf jeweils 1,8 Prozent Marktanteil bei Zuschauern zwischen 14 und 29 Jahren. Viva allein soll 2011 auf 2,5, später auf drei Prozent kommen. “Im Werbemarkt gehen wir davon aus, dass wir zumindest einen guten Teil der Erlöse bewahren können”, so Ligtvoet. Langfristig erwartet er sowohl im Werbemarkt als auch bei den Pay-TV-Umsätzen Wachstum.
Das gilt auch fürs Internet, wo gerade bei Musikvideos die Konkurrenz riesig ist: Plattformen wie Youtube oder Tape Tv liefern sie kostenlos und werbefinanziert. MTV will mit eigenen Inhalten dagegenhalten. “On-Demand-Angebote werden für uns immer wichtiger. Wir entwickeln dafür eine ganzheitliche Infrastruktur”, so Ligtvoet. Ein Großteil der Onlineangebote soll künftig kostenpflichtig sein.
Da sitzt man Park, denkt an nix Böses und plötzlich legen zwei Eichhörnchen eine Bollywood reife Balz-Einlage mitsamt genäselten “I looooove you” hin. Schade nur, wenn der Begleiter nicht vom Laptop aufguckt, um sich das Spektakel anzusehen.