Apple hat am Donnerstag eine Wasserstandsmeldung in Sachen iPad-Verkauf gegeben. Demnach wurden von dem Flachrechner seit Samstag 450.000 Stück verkauft.
Auch wenn einige Analysten mit noch höheren Absatzzahlen geliebäugelt hatten, war der iPad-Start in den Augen von Steve Jobs ein Erfolg. Bis dato hätten die iPad-Besitzer rund 3,5 Mio Apps und 600.000 Bücher auf ihre Geräte geladen, so der Apple-Boss.
Jobs hatte am Donnerstag am Firmensitz in Cupertino auch eine neue Version des Betriebssystems für das iPhone präsentiert. Mit der Version 4 soll nun endlich das gleichzeitige Ausführen mehrerer Programme (“Multitasking”) möglich werden.
Die ab Sommer erhältliche Handybetriebssystem-Version wird auch Apples neue mobile Werbeplattform iAd enthalten. Mit iAd könnten die Entwickler, die Apps für Apples Plattformen basteln, Werbung direkt in ihre Anwendungen einbauen, so Jobs. Apple werde die Anzeigen verkaufen sowie bereitstellen. Die Entwickler erhielten branchenübliche 60% der über iAd erzielten Erlöse, den Rest streicht Apple ein.
iAd ist auch eine Kampfansage an Suchmaschinen-König Google: “Die Leute suchen auf einem mobilen Gerät nicht genauso wie auf einem Gerät daheim”, so Jobs, “sie nutzen Apps, um ins Internet zu gehen”.
Mittlerweile tummeln sich mehr als 185.000 Apps in der Apple-Welt. Die Zahl der Downloads liege bei 4 Mrd.

Jahrelang hat sich Apple in Schweigen gehüllt, nun ist es soweit: Der US-Konzern stellt seinen Tablet-PC vor. Ein Gerät, von dem viele Beobachter erwarten, dass es die Mediennutzung revolutionieren wird. WELT-ONLINE-Reporter Thomas Heuzeroth berichtet live aus San Francisco von der Apple-Präsentation.