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Schutz der Privatsphäre: Facebook vereinfacht Einstellungen

Facebook macht es künftig Nutzern einfacher, ihre Einstellungen zur Privatsphäre zu kontrollieren. Die neue Einstellungsseite soll nach und nach allen 400 Mio Nutzern des sozialen Netzwerks zur Verfügung stehen. CEO Mark Zuckerberg stellte die überarbeitete Version am 26. Mai 2010 der Öffentlichkeit vor. Damit reagiert Facebook auf die anhaltende Kritik am Umgang des Unternehmens mit privaten Daten seiner Nutzer.

Statt vieler kleinteiliger Einstellungen, die man bisher vornehmen konnte, bietet die neue Seite nur wenige Optionen, mit denen man festlegen kann, ob man seine Inhalte mit Allen, Freunden von Freunden oder nur mit Freunden teilen will. Einmal vorgenommen gelten diese Einstellungen auch für neue Facebook-Funktionen, die künftig eingeführt werden. Sollten einem die neuen, vereinfachten Funktionen zu allgemein sein, kann man nach wie vor die kleinteiligen Optionen nutzen.

Zudem sollen Nutzer Programme und Spiele (Farmville, Mafiawars etc.) mit wenigen Klicks deaktivieren können. Die “Instant Personalization” genannte Funktion, die eigene Daten und Daten von Freunden an teilnehmende Seiten weitergibt, lässt sich mit einem Klick deaktivieren. Auch Freunde können dann die Daten nicht mehr weitergeben.

Beim Teilen der Vorlieben und Freunde gibt es ebenfalls Neuerungen: War man bisher Fan einer Seite oder mit jemandem befreundet, so war dies für alle sichtbar. Nun erlaubt Facebook dem Nutzer, festzulegen, wer Seiten und Freunde sieht.

Die Änderungen stellt Zuckerberg in einem Video persönlich vor.

von Christian Lohmüller

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Google-Chef Eric Schmidt zur Wlan-Schnüffelei: “Wem wurde Schaden zugefügt?”

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Firmengründer Page und Google-Boss Schmidt (l.) sagen: “Das nennen Sie eine Krise?”© Google

Wir haben Scheiße gebaut”, sagt ein hochrangiger Google-Mitarbeiter im Vertrauen. Die Nachricht, dass Kamera-Autos von Google mit Hilfe einer speziellen Software auch den privaten Internetverkehr aus unverschlüsselten Wlan-Computerfunknetzen teilweise aufgezeichnet haben, hat den Internet-Giganten weltweit Vertrauen gekostet. Zusätzlich zu dem Ärger, den die schwarzen Kamera-Autos derzeit in Teilen der Bevölkerung erzeugen, weil sie durch Deutschland fahren und für den geplanten Google-Internetdienst Street View alle Straßen und Häuser fotografieren. Besonders in Deutschland reagierten Datenschützer und Politiker heftig.

Auf der Konferenz “Google Zeitgeist” am Rande Londons sprach stern-Redakteur Dirk Liedtke mit Google-Chef Eric Schmidt und Firmengründer Larry Page über die jüngsten Ereignisse.

Mr. Schmidt, Sie stecken ja ganz schön in der Krise.

Eric Schmidt: Krise? Das nennen Sie eine Krise? Wir verstehen, dass dies eine sehr ernste Angelegenheit ist. Wir sorgen uns natürlich um den Ruf von Google. Entscheidend ist aber ein möglicherweise entstandener Schaden.

Wie konnte diese Schlamperei passieren?

Schmidt: In der Software der Street-View-Wagen versteckte sich ein Softwareschnipsel, der den Datenverkehr von nicht passwort-geschützten Wlan-Netzen im Vorbeifahren teilweise aufzeichnete. Diese Praxis verstößt gegen unsere Firmenpolitik. Daher haben wir die Fahrten und die Datenerfassung gestoppt. Wir haben die erfassten Daten gesichert. Anscheinend wurden sie Google-intern nicht angefasst. Es ist zudem äußerst unwahrscheinlich, dass aus den Datenschnipseln etwas Aussagekräftiges herausgelesen werden kann. Wir haben diese Sache öffentlich gemacht, weil es besser ist, die Wahrheit zu sagen.

Und das ist erst durch die Nachfrage des Hamburger Datenschützers aufgefallen?

Schmidt: Das stimmt. Ich möchte unsere Ingenieure aber nicht als Sündenböcke benutzen. Sie arbeiten für unsere Firma und wir – das Management – tragen die Verantwortung.

Hinweis Zum Zeitpunkt des Interviews am Dienstag waren zwei Entwicklungen noch nicht bekannt. Zum einen das Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar gegenüber Google noch nicht bekannt, innerhalb einer Woche Details zu den gespeicherten Daten mitzuteilen. Zum andere die Aufnahme von Ermittlungen gegen Google durch die Hamburger Staatsanwaltschaft.

Sind die Verantwortlichen gefeuert worden?

Schmidt: Darüber können wir aus juristischen Gründen keine Auskunft geben. Lassen Sie mich nur soviel sagen: Wir widmen der Angelegenheit intern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit.

Was passiert jetzt mit den Daten?

Larry Page: Wir werden die Daten so schnell löschen wie …
Schmidt (fällt Page freundlich, aber bestimmt ins Wort): Wir werden die Daten nicht löschen, außer wir werden dazu aufgefordert. Dies ist in jedem betroffenen Land eine Entscheidung der Aufsichtsbehörden.

Müssen Sie damit rechnen, wegen der unerlaubten Datenaufzeichnung in Deutschland angeklagt zu werden?

Schmidt: Ich hoffe nicht – kein Schaden, kein Foul. Wem wurde Schaden zugefügt? Nennen Sie mir diese Person!

In Deutschland ist der Google-Marktanteil mit über 90 Prozent sehr hoch, gleichzeitig sind die Datenschutzbedenken besonders ausgeprägt. Wie reagieren Sie darauf?

Page: Mitarbeiter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik warnten aufgrund eines Missverständnisses vor der Nutzung unseres Browser-Programms Chrome. Damals ist unser Team nach Deutschland gereist und hat mit der Behörde gesprochen. Das hat sich positiv ausgewirkt. Wir haben vor, den Dialog zu verstärken.

Ist der Datenschutz im Zeitalter von einer halben Milliarde Facebook-Nutzern nicht vom Aussterben bedroht?

Schmidt: Die Gesellschaft als Ganzes hat noch nicht entschieden, was in Sachen digitaler Privatsphäre angemessen ist und was nicht. Jede einzelne Gesellschaft und Regierung wird letztendlich für ihr Land ihre eigene Definition treffen.

Warum engagiert sich Google nicht stärker in dieser Debatte?

Schmidt: Weil wir dann dafür kritisiert würden, dass wir die Diskussion lenken wollen. Es geht darum, was die Leute wollen und nicht, was Google will. Bei Street View haben wir die Erfahrung gemacht, sobald die Menschen den Nutzen des Dienstes erkannt haben, lieben sie ihn. Das können wir an den Nutzerzahlen ablesen.

via stern.de

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Nexus One: Google-Handy kommt am 24. Mai (Focus Online)

In einem knappen Blog-Eintrag hat der Mobilfunkanbieter Vodafone den Termin für den deutschen Verkaufsstart des lange angekündigten Google-Smartphone Nexus One veröffentlicht.

Als Google im Januar das erste eigene Handy vorstellte, war die Aufregung in der Branche groß: Das in Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Smartphone-Hersteller HTC entwickelte Gerät schien technisch besser ausgestattet als Apples iPhone, und Google hatte das Handy zusätzlich mit innovativen Software-Lösungen versehen – so etwa einer intelligenten Sprachsteuerung.

Verzögerter Deutschlandstart
Am interessantesten aber war Googles Vertriebsmodell: Der Internetkonzern wollte auch den Verkauf der Geräte organisieren. Neben Angeboten bei verschiedenen Mobilfunkanbietern gab es das Nexus One so auch in einem eigenen Online-Shop bei Google. Doch der Run auf das eigentlich vielversprechende Handy blieb aus. Und erst vor ein paar Tagen gab Google schließlich bekannt, dass das Unternehmen den eigenen Online-Vertrieb beenden werde. Google als Handy-Händler, dieses Kapitel scheint erst einmal beendet.
Und auch der Deutschlandstart des Gerätes stand bislang unter keinem guten Stern. Nachdem erste Angaben den Verkauf des Nexus One hierzulande im Frühjahr verorteten, verzögerte sich der Termin immer weiter – offensichtlich dauerte vor allem die Umsetzung der Spracheingabe für den deutschen Markt länger als ursprünglich angenommen.

Nun kommt das Google-Handy doch auf den Markt. Wie der Mobilfunkanbieter Vodafone beinahe verschämt in einem kurzen Blog-Eintrag bekannt gab, ist das Nexus One ab dem 24. Mai im Online-Shop und kurz danach in den Geschäften erhältlich. Der Preis: 489,90 Euro ohne Vertrag oder zu deutlich subventionierten Preisen in Zusammenhang mit Laufzeitverträgen des Anbieters.

Ob das Nexus nun hierzulande ein Erfolg wird, muss sich zeigen. Denn durch die Verzögerung steht dem Gerät inzwischen schon ein neuer Konkurrent gegenüber: das im technischen Vergleich ähnliche Smartphone Desire – produziert vom Google-Partner HTC.

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Facebook rudert zurück

Nachdem in den letzten Wochen immer wieder Kritik laut wurde über die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook, lenkt das weltweit größte Soziale Netzwerk scheinbar ein. “Wir müssen Schritte zurück gehen und Dinge ändern”, sagte Facebook-Manager Elliot Schrader gegenüber der Financial Times Deutschland.

Wann und welche Änderungen genau vorgenommen werden müssen, ließ Schrader gegenüber Ftd.de offen. In mehr als 50 Einstellungen müsse der Nutzer unter 170 Optionen wählen um seine privaten Daten nur mit seinen Freunden zu teilen. Dies sei mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar, heißt es weiter in dem Artikel der Financial Times Deutschland.

Das Sammeln und Bereitstellen von persönlichen Daten ist hinsichtlich des Werbegeschäfts von großer Bedeutung, da dies ermöglicht, Zielgruppen genauer zu definieren und letztlich zu kontaktieren. Datenschützer forderten daher, das Prinzip einfach umzukehren, so dass die Privateinstellungen so lang nicht für andere sichtbar sind, bis der Nutzer es eindeutig erlaubt.

Wie MEEDIA berichtete, fand vergangene Woche eine Mitarbeiterversammlung statt, auf der die Facebook-Angestellten Fragen zu den Neuerungen bei den Privatsphäre-Einstellungen stellen konnten. Von einer Krisensitzung kann aber laut Ftd.de nicht die Rede sein.

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